Porträt & Reportagen

 

Christine Wenzhöfer
tArt-Orte

 

Es riecht nach Leinöl und feuchtem Holz. An der Wand unter einer Holzvertäfelung, an der Werkzeuge hängen, steht eine alte Hobelbank. Das Eichenholz hat tiefe Kerben, ist übersät mit Farbresten. Die Hobelbank dient als Ablage für einen Nassschleifer, Akkuschrauber, eine Motorsäge und andere Werkzeuge. Gehobelt wird auf ihr schon lange nicht mehr. Die kleine Drechselbank davor steht im Weg, die Holzkanteln auf einem Regal über der Holzvertäfelung sind sorgfältig beschriftet und geordnet. Gegenüber an der mit Holzfasern bespritzten weißen Wand steht eine große Drechselbank, auf ihrem Bett ein zum Trocknen aufgestellter Schalenrohling. Daneben eine Rolle Küchenkrepp und Einmalhandschuhe. Noch ist es kalt hier, nicht mehr als 2 Grad sind es in der Drechselwerkstatt von Christine Wenzhöfer.

 

 

Christine sitzt an diesem nasskalten Dezember Nachmittag noch in der warmen Küche am Computer, postet mehrere Fotos von einem Stammabschnitt Holz in einem Drechselforum, will von den Kollegen wissen, um welche Holzart es sich handelt. Nach einer Stunde kommen die ersten Antworten. Junge Eiche! Sie ist zufrieden mit der Antwort, denn mehrere Forumsmitglieder bestätigen später die erste Aussage. „Holz ist vielfältig“, sagt sie. Kaum eines ihrer Objekte gleicht dem anderen, die Vielfalt an Formen und Farben ist groß. Holz, das nicht durch eine besondere Maserung hervorsticht, behandelt Christine Wenzhöfer mit Farbe. Sie spielt gerne mit diesem Medium und hat schon so manche schöne Überraschung beim Einfärben ihrer Objekte erlebt ...

 

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In DrechslerMagazin Ausgabe 30 / Frühjahr 2015 finden Sie das komplette Porträt und viele weitere Fotos.

 

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