Porträt & Reportagen

 

Chirstoph Finkel
Gratwanderung

 

Wir treffen Christoph Finkel an diesem Morgen im September in seiner Werkstatt. Gerade kommt er von der Tendence in Frankfurt. Die Tendence ist die internationale Konsumgütermesse rund um die Themen Wohnen und Schenken. Außerdem Trend-Plattform für die Neuheiten des folgenden Jahres. Am 1. September dieses Jahres wurde in Frankfurt der Hessische Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk zum 64. Mal vergeben.

Die Jury würdigte das künstlerische Schaffen und die Werke dreier Kunsthandwerker, die zu den Modern-Crafts-Talenten gehören und auch in der Ausstellung Form 2014 (Form aus Handwerk und Industrie) auf der Tendence zu sehen waren. Der erste Preis zeichnet Holzkünstler Christoph Finkel aus. Die Jury ehrt den Allgäuer mit dem Preis für seine einzigartigen skulpturalen Objekte. Seine Arbeiten überzeugten die Jury nicht ausschließlich durch die materialgerechte und exzellente Verarbeitung, sondern auch durch ihre hervorragende Gestaltung. Sie seien sowohl dekoratives Objekt und eine Kombination aus Tradition und Moderne. Laut Jury hat Christoph Finkel die konstruktiven Erfordernisse und gestalterischen Ansprüche optimal miteinander verbunden und in Einklang gebracht: sowohl die „3 in 1“-Objekte, als auch die organisch geformten, mit tiefen Rillen versehenen Schalen. Ganz unaufgeregt schafft er es, ein Kunstwerk zu gestalten, das selbstverständlich im Ausdruck und trotzdem von schöner Eleganz geprägt ist. Seine Arbeiten sind ein durch und durch handgefertigtes, ausdrucksvolles Kunstwerk mit individuellem Charakter und zeitlosem Design. Christoph Finkel verstehe es äußerst kompetent, mit dem Material Holz umzugehen. Auch in diesem Jahr war der älteste, bereits 1951 ins Leben gerufene Staatspreis Deutschlands mit insgesamt 8.000 Euro dotiert.

 

 

So richtig gerechnet hat Christoph Finkel nicht mit dem Preis: „Es ist einfach passiert, man müsse sich ja auch gar nicht extra darum bewerben“, erzählt der Preisträger lächelnd. Er freut sich trotzdem wahnsinnig über diese besondere Ehrung.  Sie ist ein wichtiges Puzzleteil in seiner gesamten Entwicklung und er hofft, dass er seinen Bekanntheitsgrad durch dieses Ereignis in Deutschland steigern kann. Persönliche Kontakte auf Messen und Ausstellungen sind für ihn aber ebenso wichtig. So ist er dann auch eine Woche später schon wieder mit voll gepacktem Auto unterwegs zu einer Ausstellung in Schweden. Zusammen mit seiner aus Skandinavien stammenden Frau Angelica Finkel und der gemeinsamen Tochter nutzt die Familie die Reise auch, um familiäre Kontakte zu pflegen. Bis kurz vor der Abreise arbeitet Christoph Finkel noch intensiv an einer großen Eichenvase ...

 

Sie möchten weiterlesen?

In DrechslerMagazin Ausgabe 29 / Winter 2014 finden Sie das komplette Porträt und viele weitere Fotos.

 

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