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Scharf gemacht
Die Tormek T4 im Test

 

Zur Technik des Drechselns gehört auch das Schärfen der Werkzeuge und hier gibt es verschiedene Philosophien. Da gibt es die Anhänger des Trockenschleifens, die ihre Werkzeuge an einer schnell laufenden Edelkorundscheibe schleifen. Augenscheinlich sind sie die Traditionalisten, da auch die meisten Berufsdrechsler in den letzten Jahrzehnten ihre Werkzeuge beim ersten Anzeichen eines Einbruchs der Schnittleistung auf diese Weise und in der Regel freihand wieder einsatzbereit gemacht hatten. Noch heute ist dies in den meisten Drechslereien so, denn hier geht es um Zeit, denn bei den heutigen Personalkosten ist Zeit bekanntlich Geld. Da spielt es weniger eine Rolle, ob eine Schalendrehröhre, die zwischen 50 und 100 Euro kosten kann, innerhalb weniger Monate heruntergeschliffen ist. Um diese Zeit allerdings einsparen zu können, muss die Technik des freihändigen Schärfens perfekt sitzen. Schnell ist hier die Schneide verschliffen oder ausgeglüht und das Werkzeug unbrauchbar. Selbst nach drei Ausbildungsjahren haben viele Jungdrechsler hier noch Mühe und erlangen diese Fertigkeit erst im Laufe ihrer praktischen Berufserfahrung. Der Amateur behilft sich meist mit Schleifvorrichtungen, die in unterschiedlicher Bauart angeboten werden. Sie erleichtern die Führung und die Wiederholgenauigkeit des Schneidenwinkels, dennoch wird viel Material in kurzer Zeit abgetragen und der Werkzeugverschleiß ist entsprechend hoch.
Eine Alternative bietet das Nassschleifen und hier liegt insgeheim die wirkliche Tradition des Werkzeugschärfens. Der ursprüngliche „Schleifbock“ war schlichtweg ein in Wasser geführter Natur- bzw. Sandstein und der heute elektrisch betriebene Schnellläufer nur eine Errungenschaft der Industrialisierung. Wer also behauptet, er würde traditionell sein Werkzeug trocken schleifen, liegt falsch.
 

 

 

Die schwedische Firma Tormek beschäftigt sich bereits seit über 40 Jahren mit Schärfsystemen und hat in den vergangenen Jahrzehnten durch viele Weiterentwicklungen und Vorrichtungen das Werkzeugschärfen stark geprägt. Das Grundprinzip war hier stets das Nassschleifen und trotz mehrerer Patente wurde das System von anderen Herstellern immer wieder kopiert. Zwei Maschinenmodelle sind aktuell erhältlich, was zeigt, dass Tormek hier nicht auf die Masse, sondern eher auf Qualität setzt, und dies wird zusätzlich mit einer Garantielaufzeit von bis zu 10 Jahren untermauert. ...

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In DrechslerMagazin Ausgabe 31 / Sommer 2015 lesen Sie den kompletten Testbericht.

 

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