beruf & verband

 

Mit 70 Jahren zum Meisterstück
Spinnrad von Hans-Lorenz Matthiesen

 

Eine bestandene Meisterprüfung verdient den gebührenden Respekt vor der praktischen und theoretischen Leistung des Absolventen. In der Regel sind diese Absolventen aktiv im Berufsleben stehende und meist routinierte Handwerker. Im Fall des Drechslerhandwerks sind jedoch Nachwuchskräfte mittlerweile eher selten und seit einigen Jahren gilt die Meisterpflicht für die Betriebsführung im Drechslerhandwerk nicht mehr. Neben den Ausbildungszahlen sind so also auch die Teilnehmerzahlen der Meisterprüfungen eher gering. Nach wie vor gibt es jedoch noch Handwerker, die den hohen Stellenwert eines Meisterbriefes erkennen und diesen für sich bzw. ihren Betrieb als Referenz nutzen möchten.

 

Um diesen Drechslergesellen den fachspezifischen Meisterkurs überhaupt noch anbieten zu können, werden, um offene Kursplätze zu belegen, auch ambitionierte Freizeitdrechsler zum Lehrgang zugelassen. Dort haben diese die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung ihre Kenntnisse und Fertigkeiten an der Drechselbank zu vertiefen und weiter auszubauen. Hans-Lorenz Matthiesen hatte nicht nur an einem dieser Lehrgänge teilgenommen, sondern auch anschließend ein freiwilliges Meisterstück entworfen, gezeichnet und gedreht.

 

Es entstand ein zeitlos modernes Spinnrad aus amerikanischer Kirsche. Mit über 70 Jahren verdient er dafür volle Anerkennung und daher möchten wir Ihnen sein Meisterstück vorstellen.