AUSGABE 29 / Winter 2014

 

inhaltsverzeichnis

 

Inhaltsverzeichnis
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Topthemen:

Praxis

Flaschenkorken aus Querholz gedrechselt  

Chic verschlossen

Ein selbst gedrechselter Flaschenverschluss zusammen mit einer Flasche Wein ist immer ein schönes Geschenk. Im Laufe der letzten Jahre habe ich viele Flaschenkorken aus verschiedenen Holzarten in den unterschiedlichsten Farben und Formen gedrechselt. So habe ich immer eine schöne bunte Mischung vorrätig. Aber mit der Zeit kam bei mir der Anspruch, nicht immer auf die gleiche Art drechseln zu wollen, und ich hielt Ausschau nach neuen Möglichkeiten und Ideen. Als ich dann den Werkbericht von Franz Keilhofer zum Querholzstift in der DrechslerMagazin-Ausgabe Nr. 26 gelesen habe, ist mir aufgrund der gekonnt in Szene gesetzten, ansprechenden Maserung des Eibenholzes sofort die Idee gekommen, Flaschenkorken aus Querholz herzustellen, die ich hier gerne vorstellen möchte.

 

Porträt

Christoph Finkel Staatspreis 2014 Holzgefäß  

Christoph Finkel

Wir treffen Christoph Finkel an diesem Morgen im September in seiner Werkstatt. Gerade kommt er von der Tendence in Frankfurt. Die Tendence ist die internationale Konsumgütermesse rund um die Themen Wohnen und Schenken. Außerdem Trend-Plattform für die Neuheiten des folgenden Jahres. Am 1. September dieses Jahres (2014) wurde in Frankfurt der Hessische Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk zum 64. Mal vergeben. Der erste Preis zeichnet Holzkünstler Christoph Finkel aus. Die Jury ehrt den Allgäuer mit dem Preis für seine einzigartigen skulpturalen Objekte.

 

Technik & Neues

Guillochieren einer Dose auf der Drechselbank  
  • Guillochieren - Eine fast vergessene Technikk
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In diesem zweiten Teil zur Technik des Guillochierens wird eine gedrechselte Dose mit dem neu entwickelten Guillochiergerät JaHo dekoriert.Das französische „Guilloche“ wird wörtlich mit Grabstichel übersetzt, es ist ein Werkzeug, mit dem Gravuren hergestellt werden. Ursprünglich bezeichnete man aber auch die einfachen und kreisformigen Gravuren an gedrehten Werkstücken als Guilloche. Diese haben sich in der Drechslerei und auch in der Metallverarbeitung ab etwa dem 17. Jahrhundert weiterentwickelt und daraus entstand die heutige Guillochierung.

 

Porträt

Terry Martin, Geschichte der Drechslerei, Drechslerdorf Shawo  

Die Drechsler aus dem Dorf Shawo (Teil 2)

Im ersten Teil dieses Artikels (Ausgabe 28 / Herbst 2014) beschrieb ich, wie ich in dem chinesischen Dorf Shawo eine Drechselbank entdeckte, die ich in dieser Art noch nirgendwo anders auf der Welt gesehen hatte. Li Jiafang, einer der Erben der Drechseltradition des Ortes, demonstrierte mir die historische Technik des Längsholzdrechselns. Nach dieser beeindruckenden Vorführung dieser beinahe in Vergessenheit geratenen Handwerkskunst brachte mich mein Gastgeber Li Xuemin zu einem anderen Haus und stellte mich dort einem weiteren Mitglied der allgegenwärtigen Li-Familie vor. Li Jiadong führte uns in einen Schuppen neben seinem Haus und was ich dort sah, ließ mich weit in die Geschichte des Drechselns zurückblicken


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