Praxis


Ei, Osterei, Osterhase …

Werkbericht von Randolf Pohl


Ostern steht vor der Tür und an der Herstellung von Holzeiern werden sich die meisten Drechsler bereits schon irgendwann einmal versucht haben. Umso besser, denn die Grundform für Körper und Kopf der in Ausgabe 25 vorgestellten Osterhasen ist die Ei-Form. Randolf Pohl erklärt Schritt für Schritt die Herstellung der Holzfiguren: „Hase und Ostereier gehören, zumindest nach unseren Vorstellungen und vor allem denen der Kinder ja untrennbar zusammen. Ich möchte gar nicht erst philosophieren, wie und wann dieser Brauch entstanden ist. Hier geht es darum, das Ei als Grundform für eine Hasenfigur zu verwenden. Eine Idee meines Drechselfreunds Heiner, die von mir aufgegriffen, ein wenig abgewandelt und weiter entwickelt wurde. Durch die vielen Einzelteile muss man für deren Herstellung und den Zusammenbau einige Stunden einkalkulieren. Dabei kann der Hase in praktisch jeder Größe hergestellt werden. Wichtig ist, dass die Proportionen von Körper, Kopf und den Extremitäten stimmen. Geringfügige Abweichungen nach oben oder unten sind unproblematisch. Auch das Holz ist beliebig, wobei ich in der Regel Kiefer oder ein anderes helles Holz verwende. Die Lackierung erfolgt erst nach dem Zusammenbau.

Die Eiform ist in der Figur und den Accessoires mehrfach vertreten. Größere Eier forme ich zwischen den Spitzen, während ich kleinere meistens in einem 4-Backenfutter mit Abstützen durch die Körnerspitze drechsle. Das hat den Vorteil, dass nach Zurücknehmen der Körnerspitze bereits eine Seite sauber geschliffen werden kann. Das Restholz trenne ich in jedem Falle mit einer Feinsäge ab, um Ausrisse zu vermeiden.“